Hooligans

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Gewalttätigen Rapidfans blüht “Monsterprozess”

Posted by admin on 08 Jan 2010 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Fans/Zuschauer, Hooligans, Informationen, Rapid Wien, Ultras

Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Mai 2009 wird die Staatsanwaltschaft gegen 93 Rapid-Fans Ende Jänner Anklage erheben. Nach einem Match fuhren zahlreiche Rapid-Anhänger zum Westbahnhof, um von einem Austria-Auswärtsspiel in Linz heimkehrende Fans “abzuholen”. Die Verhandlung wird vermutlich nicht im Wiener Straflandesgericht stattfinden – selbst der Große Schwurgerichtssaal bietet nicht genügend Platz für die große Menge an Angeklagten.

Landfriedensbruch, schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt zählen zu den Anklagepunkten. Als Verhandlungsort für den “Monsterprozess” würde sich das Austria Center anbieten: Bereits 2007 hatte dort der Prozess um die AMIS-Anlagebetrügereien stattgefunden.

Täter von Überwachungskamera gefilmt
Im Mai 2009 konnte die Polizei Tumulte zwischen den rivalisierenden Fangruppen verhindern, indem Beamte den Bahnsteig am Westbahnhof abschirmten. Zahlreiche Rapid-Fans gingen daraufhin auf die Einsatzkräfte los. Die Randalierer wurden von den Überwachungskameras gefilmt. Anhand dieser Aufnahmen konnten die Ermittler insgesamt 165 Gewalttäter ausmachen – 93 Verdächtige konnten namentlich ausgeforscht werden.

Die Randalierer wurden bereits von den Sicherheitsbehörden mit den Vorwürfen konfrontiert. Rund ein Drittel der Verdächtigen soll zum “harten Kern” organisierter Fan-Gruppen zählen und sich bei den Ausschreitungen besonders hervorgetan haben. Der Abschlussbericht des Landeskriminalamts liegt seit einigen Wochen bei der Staatsanwaltschaft, wo sich Staatsanwalt Thomas Vecsey nun durch 20 Aktenbände mit ihren Einvernahmen und sonstigen Beweisergebnissen wühlt.
Krone.at

Verfahren gegen 93 Rapid-Rowdys

Posted by admin on 17 Dez 2009 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Fans/Zuschauer, Festnahmen, Hooligans, Informationen, Rapid Wien

Der radaufreudige harte Kern des Rapid-Anhangs könnte eine Vielzahl künftiger Spiele geschlossen versäumen. Haftbedingt, läuft doch gegen gleich 93 Rowdys ein monströses Strafverfahren.

Der Fall war Chefsache: Polizeipräsident Gerhard Pürstl hat die Ermittlungen persönlich angeordnet. “Wenn einige wenige das Gros der anständigen Fans terrorisieren, dann ist Schluss mit lustig”, so Pürstl zum KURIER. Man hätte schon früher ein- und durchgreifen müssen, bekritteln mit der Szene befasste Beamte. Endgültig zum Überlaufen kam das Fass dann aber am 21. Mai.
Rückblick

Rapid spielte daheim, Erzrivale Austria in Linz. Polizisten fiel auf, dass sich großteils amtsbekannte grün-weiße Rädelsführer nach dem Match im “Rapid-Dorf” unüblich benahmen: Es wurde nicht gegrölt und auch nicht gesoffen, vielmehr verhielten sich die Capos konspirativ, einige hatten Masken eingesteckt. Der Reihe nach verschwanden sie von der Bildfläche, um sich draußen zu formieren – und zum Westbahnhof zu ziehen, den verhassten Austria-Anhang “abholen”, wie es “erlebnisorientierte Fans”, so der Szene-Jargon, nannten.

Die Polizei ging mit einem viel zu kleinen Aufgebot am Bahnsteig in Stellung und sah sich dort noch nie dagewesenen Aggressionen ausgesetzt: Die Horde kam mit Kampfgeschrei über die Stiegen gestürmt, die Ordnungshüter wurden im Kung-Fu-Stil angesprungen und mit allem beworfen, was zu greifen war. “Das waren Szenen, die man nicht vergisst”, erinnert sich ein WEGA-Mann, der einiges gewöhnt ist.
Der Spuk war so schnell vorbei, wie er begonnen hatte. Fazit: sechs verletzte Polizisten, vier Festnahmen.

Doch dieses Mal ging man nicht zur Tagesordnung über und beließ es auch nicht bei den sonst üblichen Anzeigen gegen unbekannte Täter. Präsident Pürstl beauftragte das Landeskriminalamt (LKA), die Attacke “ausführlich zu untersuchen”. Grunddelikt: Landfriedensbruch in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung, schwerer Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Jetzt ist die Abschlussanzeige des LKA bei Staatsanwalt Thomas Vecsey eingelangt, 15 Aktenordner inklusive. Darin penibel aufgelistet:
Gezählte 165 an den wüsten Szenen beteiligte Rowdys, 93 davon identifiziert. Das war vor allem möglich, weil zufällig am Tag vor der Prügelei Kameras in der Bahnhofshalle installiert worden waren. Die haben zwar nicht den Überfall gefilmt, wohl aber Anmarsch und Rückzug der Randalierer. Videoauswertung, monatelange Ermittlungen und zahllose Verhöre führten schließlich zum Ziel.

Das Verfahren ” gegen Oliver P. und andere ” sprengt nun alle bisherigen Dimensionen . Kommt es zu einem Prozess gegen die bislang bekannten Beschuldigten, der große Schwurgerichtssaal würde nicht ausreichen. “Vielleicht machen wir die Westkurve zur Anklagebank”, ätzt ein Justiz-Insider. Die Anmietung eines geeigneten Ausweichquartiers wird bereits ernsthaft überlegt, infrage käme etwa das Austria-Center. Und bei der Polizei rechnet man damit, bei der Verhandlung Sicherheitsvorkehrungen wie bei einem Hochrisikospiel treffen zu müssen.

Landfriedensbruch: Zwei oder sogar drei Jahre Haft
Der 20. Abschnitt des Strafgesetzbuches (StGB) befasst sich mit ” Strafbaren Handlungen gegen den öffentlichen Frieden “.
Paragraf 274 StGB definiert den “Landfriedensbruch”: “Wer wissentlich an einer Zusammenrottung einer Menschenmenge teilnimmt, die darauf abzielt, dass unter ihrem Einfluss ein Mord, ein Totschlag, eine Körperverletzung oder eine schwere Sachbeschädigung begangen werde, ist, wenn es zu einer solchen Gewalttat gekommen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen”.

Absatz 2 der Bestimmung wirkt sozusagen strafverschärfend: “Wer an der Zusammenrottung führend teilnimmt oder als Teilnehmer eine der angeführten strafbaren Handlungen ausführt oder zu ihrer Ausführung beigetragen hat, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.” Die Rechtsprechung sieht üblicherweise vor, dass an der “Zusammenrottung” mehr als 100 Personen beteiligt sein müssen.
Quelle:Kurier.at

Härtere Gangart gegen Hooligans

Posted by admin on 04 Mai 2009 | Tagged as: Allgemeines, Hooligans, Informationen

Es war der größte sicherheitspolizeiliche Einsatz, den Österreich je gesehen hat: Während der Fußball-EM im vergangenen Juni hatten alle der rund 27.000 verfügbaren Polizeikräfte in irgendeiner Form mit der Euro zu tun. Was blieb der Polizei heute, ein Jahr danach, von dem enormen Aufwand?

Im Innenministerium ist man besonders erfreut, dass die Exekutive eine wirksame Handhabe gegen Hooligans hat. Der Kampf gegen sie wird seither professioneller geführt. Für die Europameisterschaft 2008 wurde eine Datei eingeführt, in der Personen, die als gewalttätig eingestuft werden, registriert sind („Hooligan-Datei“). Während der Euro führte das Innenministerium darin 92 österreichische Hooligans. Zur aktuellen Zahl ein Jahr danach heißt es im Innenministerium, es seien „ungefähr 100“.

Per Novelle im Sicherheitspolizeigesetz erhielt die Polizei aber auch die Möglichkeit, Meldeauflagen für amtsbekannte Hooligans auszusprechen. Diese müssen demnach zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einer Polizeiinspektion erscheinen. Risikopersonen kann auch das Betreten des Sicherheitsbereiches rund um ein Stadion verwehrt werden.

Die EM führte aber auch zu einer besseren Überwachung der Stadien. Vor allem in Videoanlagen wurde investiert. In den Stadien wurden Einsatzräume gebaut, in denen sämtliche Bilder aus diesen Überwachungskameras zusammenlaufen. Die Polizei kann so von dort aus alle Geschehnisse im und um das Stadion lückenlos überwachen.

Einsatzzentrale in der Berggasse

Die Euro brachte auch eine bessere Ausrüstung für die Polizei. Eigens für das Ereignis angeschaffte Overalls, Sprechgarnituren, Helme und Kleintransporter wurden nach der EM in den täglichen Dienstbetrieb übernommen. „Wir hätten das Gerät sowieso gebraucht, durch die Euro haben wir es schneller bekommen“, erklärt Konrad Kogler. Er war im Innenministerium für viele Planungsschritte des Polizeieinsatzes verantwortlich. Die internationalen Kontakte zu Polizisten der Teilnehmerländer, die sich durch die Euro ergeben haben, seien außerdem ebenfalls als besonders positiv zu werten.

Gemeinsame Trainingseinheiten mit ausländischen Polizeitruppen haben zudem den Ausbildungsstand verbessert. Inwieweit die österreichische Polizei ihren Erfahrungen an Polen und die Ukraine weitergibt – in diesen beiden Staaten soll 2012 die nächste EM stattfinden – stehe laut Innenministerium aber noch nicht fest.

Auch in die Infrastruktur wurde investiert: Eigens für die Euro wurde das Gebäude Berggasse 9 in Wien-Alsergrund für die Bedürfnisse des Einsatzstabes adaptiert. Damals hieß die Sicherheitsschaltzentrale PICC (Police Information and Coordination Center). Hand in Hand mit den heimischen Polizisten arbeiteten dort auch 13 Verbindungsbeamte aus EM- und Nicht-EM-Teilnehmerstaaten (etwa Großbritannien) sowie drei Beamte der EU-Grenzschutzagentur „Frontex“. Im Einsatzzentrum waren vor allem die Bereiche aktuelles Lagebild, Sondereinsätze, Grenzschutz, Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung sowie Kriminalpolizei gebündelt. Rund um die Uhr wurden Lagebilder erstellt. Heute geht es dort aber ruhiger zu: In dem Haus sind jetzt Besprechungsräume und Zimmer für Polizisten, die sich zur Ausbildung in Wien befinden, untergebracht.

Gemeinsamer Führungsstab

Polizeioffizier Kogler führt zudem eine organisatorische Maßnahme an, die sich positiv bewährt habe. „Während der Euro gab es erstmals einen gemeinsamen Führungsstab. Der operative und der behördliche Einsatz griffen ineinander über.“ Dies sei heute Standard bei größeren Ereignissen, wie etwa Demonstrationen oder bedeutenden Fußballspielen.

Laut Bilanz, die das Innenministerium am Tag nach dem Finale präsentierte, gab es insgesamt 560 Festnahmen und 1700 Anzeigen. Die meisten der Festgenommenen verbrachten aber nur einige Stunden in Polizeigewahrsam. Wie viele dann aber letztendlich – auch in ihren Heimatländern – verurteilt worden sind, kann das Innenministerium nicht sagen.
diepresse.com

Kämpfe nicht nur auf dem Rasen

Posted by admin on 17 Apr 2009 | Tagged as: Allgemeines, Austria Wien, Hooligans, Informationen, Termine, Vereine

Kämpfe nicht nur auf dem Rasen

Gewaltbereite Hooligans der Austria werden beim Cup-Spiel in Wiener Neustadt erwartet. Das Stadion fasst nun mit Zusatztribüne 7500 Zuseher.

Ap

Feindbild Frank Stronach und sein SC Magna.
Die Paarung könnte brisanter nicht sein. Vor dem Cup-Halbfinale zwischen dem SC Magna und der Wiener Austria in Wiener Neustadt herrscht Alarmstufe Rot. 7500 zum Teil gewaltbereite Fans werden zu dem Fußballschlager erwartet. Für die Wiener Neustädter Polizei ist der Einsatz völliges Neuland, aber so etwas wie die Generalprobe für den bevorstehenden Bundesliga-Aufstieg der Wr. Neustädter Kicker.

Seit dem Abgang von Geldgeber Frank Stronach bei der Austria ist der SC Magna natürlich das Feindbild Nummer eins bei den eingefleischten Fans der Violetten. Daher ist die Cup-Partie am 22. April auch als absolutes “Risikospiel” eingestuft. “Das bedeutet, es gelten dieselben strengen Sicherheitsvorkehrungen, wie bei Bundesligaspielen”, erklärt Magna-Manager Roland Arminger.

Hooligans

Kopfzerbrechen bereitet der Polizei der erwartete Ansturm von Austria-Fans aus Wien. Insidern zufolge werden sogar bis zu 800 Hooligans erwartet. Der SC Magna weiß jedenfalls um die Bedeutung des prestigeträchtigen Halbfinales und hat extra eine Zusatztribüne mit 2048 Sitzplätzen aufstellen lassen. Damit ist das Stadion auch in Zukunft für 7500 Besucher offiziell zugelassen. Ein ausverkauftes Haus wird auch beim Cup-Match erwartet.

Das Management beider Fußballteams haben jedenfalls über die Homepages die Fans zur Ruhe aufgefordert. “Die Begegnung bringt sicher ein gewisses Gefahrenpotenzial mit sich”, weiß auch Oberst Manfred Fries vom Stadtpolizeikommando. Deswegen ist die Exekutive mit schätzungsweise 130 Beamten am Spieltag präsent, ein Großteil gehört der Einsatzeinheit an. Die notwendigen Hinweise auf zu erwartende Aggressionen liefern der Polizei die Fanbeauftragten beider Teams. Sie stehen in engem Kontakt mit der Exekutive.

Gesichert wird von den Sondereinsatzkräften besonders der Weg vom Bahnhof bis zum Stadion. Hunderte Schlachtenbummler werden nämlich mit dem Zug zum Match anreisen.”Man kann davon ausgehen, dass es an dem Tag wirklich rund gehen wird”, so die Einschätzung von Magna-Pressesprecher Rainer Spenger. Er rechnet damit, dass gegen Stronachs Mannen harte verbale Attacken im Stadion geritten werden. Die Tabellenführung des SC Magna in der Meisterschaft sorgt für zusätzliche Fußball-Hysterie.

http://www.kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/311148.php

Anzeigenwelle gegen gewaltbereite Fans

Posted by admin on 06 Mrz 2009 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Hooligans, Informationen

Vier Monate nach der Massenschlägerei auf dem Fußballplatz in Grödig hagelt es jetzt Anzeigen gegen gewaltbereite Hooligans. Die Polizei hat Videodaten ausgewertet und zeigt nun insgesamt 32 Fußballfans an.
Es war am 8. November 2008 als vor dem Zweitligaspiel zwischen Grödig und Innsbruck
nahe dem Fußballplatz eine Massenschlägerei ausgebrochen ist. Rund 100 Gewaltbereite hatten sich dazu verabredet, sie kamen aus Salzburg und Innsbruck.

Mithilfe von Videobildern hat die Polizei nun 32 Hooligans ausgeforscht und angezeigt. Die meisten wegen der Rauferei, einige aber auch wegen Sachbeschädigung und Drogenbesitzes, sagt Ermittlungsleiter Reinhard Sperl.”Die Ermittlungen haben so lange gedauert, weil wir insgesamt rund 100 Beteiligte bei dem Raufhandel gehabt haben.”"Schwierig alle Beteiligten zu identifizieren”
“Es gibt einige Täter, die mehrere Delikte begangen haben. Diese werden wir auch noch nach dem Verwaltungsrecht anzeigen, das heißt Ordnungsstörung und Pyrotechnikanzeigen”, schildert Sperl.

Warum die Ermittlungen fast vier Monate gedauert haben, erklärt der Ermittlungsleiter so: “Die Ermittlungen haben so lange gedauert, weil wir insgesamt rund 100 Beteiligte bei dem Raufhandel gehabt haben und da war es sehr schwierig die Beteiligten aus der Bewegung zu identifizieren.”Betroffene in Hooligandatei einspeisen
Den identifizierten Rowdies dohnen jetzt erhebliche Konsequenzen: “Das wichtigste wird sein, die Betroffenen in die Hooligandatei einzuspeisen. Das ist eine Datei, wo gewaltbereite Fans aufscheinen und somit ist es in ganz Österreich möglich – sollte der Datensatz abgefragt werden – die Hooligans identifizieren zu können”, meint Sperl.

Aber es gebe noch weitere Möglichkeiten, so der Ermittlungsleiter: “Zum Beispiel die so genannten Meldeauflagen. Das heißt, der gewaltbereite Fan muss sich an bestimmten Orten melden, damit ihm die Teilnahme an der Veranstaltung nicht möglich ist.”

Die Ermittlungen gegen andere Hooligans laufen noch weiter. Allein in Salzburg gibt es laut Polizei 200 bis 250 gewaltbereite Fußballfans.

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