Rapid Wien
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Posted by admin on 19 Jul 2010 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Informationen, Rapid Wien, Vereine, Wacker Innsbruck
Ausschreitungen nach dem Wacker-Spiel
Der FC Wacker Innsbruck hat Rapid Wien im Tivoli-Stadion mit 4:0 abgefertigt. Nach dem Spiel kam es nach Provokationen durch sogenannte Innsbrucker Fans zu Ausschreitungen, bei denen auch Polizisten verletzt wurden.
Mehr als 13.000 Zuschauer waren beim Bundesliga-Match Wacker gegen Rapid dabei und erlebten den 4:0 Sieg der Innsbrucker bei ihrer Rückkehr in die höchste Spielklasse. Für negativen Beigeschmack sorgte dann ein Kern von Unverbesserlichen nach der Partie. Noch im Stadionbereich provozierten Innsbrucker Anhänger die wartenden Schlachtenbummler aus Wien. Daraufhin stürmten rund hundert Wiener Fans in Richtung Wacker-Anhang.
Die Polizei musste mit aller Vehemenz gegen die Ausschreitungen vorgehen. Auch Diensthunde und Pfefferspray kamen zum Einsatz. Zwei Beamte wurden allerdings durch aggressive Fans verletzt, auch zwei Polizeihunde wurden angegriffen. Das Rote Kreuz musste insgesamt vier Personen versorgen. Erst nach einer Stunde hatte die Polizei die Situation wieder unter Kontrolle.
Vier Innsbrucker Fans wurden vorübergehend festgenommen. Gegen die Angreifer, die auf die Polizisten losgingen, laufen unter anderem Ermittlungen wegen schwerer Körperverletzung.
http://tirol.orf.at/stories/457022/
Posted by admin on 01 Apr 2010 | Tagged as: Fans/Zuschauer, Informationen, Rapid Wien, Trainer, Vereine
Fan-Aufstand bei Österreichs Rekordmeister Rapid Wien: Nach dem Viertelfinal-Aus im Pokal beim Liga-Schlusslicht Austria Kärnten (2:3) am Mittwochabend stürmten empörte Rapid-Fans den Bus der Wiener und forderten den Rauswurf von Trainer Peter Pacult. Der ehemalige Spieler und Coach von 1860 München verschanzte sich derweil in der Gästekabine. Erst nachdem Pacult führende Fanvertreter zur Diskussion in die Kabine lud, beendeten die Fans ihre Protestaktion. Rapids Team-Bus konnte schließlich mit eineinhalbstündiger Verspätung abreisen.
Posted by admin on 28 Mrz 2010 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Informationen, Rapid Wien, Sturm Graz, Ultras, Vereine
Ein zufälliges Treffen von zwei Bussen auf einem Autobahnparkplatz in Neumarkt in der Steiermark führte am Samstag zu einer Schlägerei zwischen Fans von Rapid und Sturm Graz.
Nach Angaben der Polizei wurde mindestens eine Person verletzt, zudem wurden Fahnen und Transparente der “Blackies” gestohlen.
Die Sturm-Fans waren auf dem Weg nach Kapfenberg, die Rapid-Anhänger nach Klagenfurt. Bei der Heimreise wurde der Bus der Hütteldorfer gestoppt und die Identitäten der Insassen aufgenommen.
Posted by admin on 14 Feb 2010 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Fans/Zuschauer, Festnahmen, Informationen, LASK Linz, Rapid Wien, Vereine
Nach dem Fußball-Bundesliga-Spiel zwischen dem LASK und Rapid (4:2) am Freitagabend im Linzer Stadion kam es einige Stunden später in der Linzer Altstadt zu mehreren Schlägereien. Wie die Polizei berichtete, schlug ein LASK-Fan mit einer Bierflasche auf einen Rapid-Anhänger ein und verletzte ihn schwer. Es kam zu insgesamt zwei Festnahmen.
Gegen 3.30 Uhr in der Früh kam es zu der folgenschweren Begegnung der Fans. Der LASK-Anhänger stürzte sich mit einer Bierflasche bewaffnet auf seinen Rivalen und fügte ihm so schwere Verletzungen zu, dass dieser ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der Schläger wurde festgenommen.
Auch ein zweiter Fan wurde in der Nacht auf Samstag festgenommen. Der 22-Jährige aus Amstetten schlug einen 16-jährigen Jugendlichen krankenhausreif. Als die Polizisten den Niederösterreicher festnehmen wollte, ging er auch noch auf die Beamten los. Er wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen
Posted by admin on 03 Feb 2010 | Tagged as: Allgemeines, Informationen, Rapid Wien, Trainer, Vereine
Trainer Peter Pacult hat seinen Vertrag beim SK Rapid bis Sommer 2012 verlängert. Dies gab der Klub am Freitag bekannt. Pacult und Club-Präsident Rudolf Edlinger einigten sich im Trainingslager in Side auf einen Kontrakt, der bereits besiegelt wurde und keine Ausstiegsklausel enthält.
Posted by admin on 08 Jan 2010 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Fans/Zuschauer, Hooligans, Informationen, Rapid Wien, Ultras
Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Mai 2009 wird die Staatsanwaltschaft gegen 93 Rapid-Fans Ende Jänner Anklage erheben. Nach einem Match fuhren zahlreiche Rapid-Anhänger zum Westbahnhof, um von einem Austria-Auswärtsspiel in Linz heimkehrende Fans “abzuholen”. Die Verhandlung wird vermutlich nicht im Wiener Straflandesgericht stattfinden – selbst der Große Schwurgerichtssaal bietet nicht genügend Platz für die große Menge an Angeklagten.
Landfriedensbruch, schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt zählen zu den Anklagepunkten. Als Verhandlungsort für den “Monsterprozess” würde sich das Austria Center anbieten: Bereits 2007 hatte dort der Prozess um die AMIS-Anlagebetrügereien stattgefunden.
Täter von Überwachungskamera gefilmt
Im Mai 2009 konnte die Polizei Tumulte zwischen den rivalisierenden Fangruppen verhindern, indem Beamte den Bahnsteig am Westbahnhof abschirmten. Zahlreiche Rapid-Fans gingen daraufhin auf die Einsatzkräfte los. Die Randalierer wurden von den Überwachungskameras gefilmt. Anhand dieser Aufnahmen konnten die Ermittler insgesamt 165 Gewalttäter ausmachen – 93 Verdächtige konnten namentlich ausgeforscht werden.
Die Randalierer wurden bereits von den Sicherheitsbehörden mit den Vorwürfen konfrontiert. Rund ein Drittel der Verdächtigen soll zum “harten Kern” organisierter Fan-Gruppen zählen und sich bei den Ausschreitungen besonders hervorgetan haben. Der Abschlussbericht des Landeskriminalamts liegt seit einigen Wochen bei der Staatsanwaltschaft, wo sich Staatsanwalt Thomas Vecsey nun durch 20 Aktenbände mit ihren Einvernahmen und sonstigen Beweisergebnissen wühlt.
Krone.at
Posted by admin on 17 Dez 2009 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Fans/Zuschauer, Festnahmen, Hooligans, Informationen, Rapid Wien
Der radaufreudige harte Kern des Rapid-Anhangs könnte eine Vielzahl künftiger Spiele geschlossen versäumen. Haftbedingt, läuft doch gegen gleich 93 Rowdys ein monströses Strafverfahren.
Der Fall war Chefsache: Polizeipräsident Gerhard Pürstl hat die Ermittlungen persönlich angeordnet. “Wenn einige wenige das Gros der anständigen Fans terrorisieren, dann ist Schluss mit lustig”, so Pürstl zum KURIER. Man hätte schon früher ein- und durchgreifen müssen, bekritteln mit der Szene befasste Beamte. Endgültig zum Überlaufen kam das Fass dann aber am 21. Mai.
Rückblick
Rapid spielte daheim, Erzrivale Austria in Linz. Polizisten fiel auf, dass sich großteils amtsbekannte grün-weiße Rädelsführer nach dem Match im “Rapid-Dorf” unüblich benahmen: Es wurde nicht gegrölt und auch nicht gesoffen, vielmehr verhielten sich die Capos konspirativ, einige hatten Masken eingesteckt. Der Reihe nach verschwanden sie von der Bildfläche, um sich draußen zu formieren – und zum Westbahnhof zu ziehen, den verhassten Austria-Anhang “abholen”, wie es “erlebnisorientierte Fans”, so der Szene-Jargon, nannten.
Die Polizei ging mit einem viel zu kleinen Aufgebot am Bahnsteig in Stellung und sah sich dort noch nie dagewesenen Aggressionen ausgesetzt: Die Horde kam mit Kampfgeschrei über die Stiegen gestürmt, die Ordnungshüter wurden im Kung-Fu-Stil angesprungen und mit allem beworfen, was zu greifen war. “Das waren Szenen, die man nicht vergisst”, erinnert sich ein WEGA-Mann, der einiges gewöhnt ist.
Der Spuk war so schnell vorbei, wie er begonnen hatte. Fazit: sechs verletzte Polizisten, vier Festnahmen.
Doch dieses Mal ging man nicht zur Tagesordnung über und beließ es auch nicht bei den sonst üblichen Anzeigen gegen unbekannte Täter. Präsident Pürstl beauftragte das Landeskriminalamt (LKA), die Attacke “ausführlich zu untersuchen”. Grunddelikt: Landfriedensbruch in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung, schwerer Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Jetzt ist die Abschlussanzeige des LKA bei Staatsanwalt Thomas Vecsey eingelangt, 15 Aktenordner inklusive. Darin penibel aufgelistet:
Gezählte 165 an den wüsten Szenen beteiligte Rowdys, 93 davon identifiziert. Das war vor allem möglich, weil zufällig am Tag vor der Prügelei Kameras in der Bahnhofshalle installiert worden waren. Die haben zwar nicht den Überfall gefilmt, wohl aber Anmarsch und Rückzug der Randalierer. Videoauswertung, monatelange Ermittlungen und zahllose Verhöre führten schließlich zum Ziel.
Das Verfahren ” gegen Oliver P. und andere ” sprengt nun alle bisherigen Dimensionen . Kommt es zu einem Prozess gegen die bislang bekannten Beschuldigten, der große Schwurgerichtssaal würde nicht ausreichen. “Vielleicht machen wir die Westkurve zur Anklagebank”, ätzt ein Justiz-Insider. Die Anmietung eines geeigneten Ausweichquartiers wird bereits ernsthaft überlegt, infrage käme etwa das Austria-Center. Und bei der Polizei rechnet man damit, bei der Verhandlung Sicherheitsvorkehrungen wie bei einem Hochrisikospiel treffen zu müssen.
Landfriedensbruch: Zwei oder sogar drei Jahre Haft
Der 20. Abschnitt des Strafgesetzbuches (StGB) befasst sich mit ” Strafbaren Handlungen gegen den öffentlichen Frieden “.
Paragraf 274 StGB definiert den “Landfriedensbruch”: “Wer wissentlich an einer Zusammenrottung einer Menschenmenge teilnimmt, die darauf abzielt, dass unter ihrem Einfluss ein Mord, ein Totschlag, eine Körperverletzung oder eine schwere Sachbeschädigung begangen werde, ist, wenn es zu einer solchen Gewalttat gekommen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen”.
Absatz 2 der Bestimmung wirkt sozusagen strafverschärfend: “Wer an der Zusammenrottung führend teilnimmt oder als Teilnehmer eine der angeführten strafbaren Handlungen ausführt oder zu ihrer Ausführung beigetragen hat, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.” Die Rechtsprechung sieht üblicherweise vor, dass an der “Zusammenrottung” mehr als 100 Personen beteiligt sein müssen.
Quelle:Kurier.at
Posted by admin on 22 Nov 2009 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Informationen, Rapid Wien, Ultras
In Wien könnte ein bisher noch nie dagewesener Prozess gegen Fußballfans über die Bühne gehen. Im Fokus: 171 Rapid-Anhänger, darunter der Capo der Ultras. Zu Unrecht, sagt Rapid-Stimme Andy Marek.
Ein Vorfall aus dem vergangenen Mai könnte für viele Rapid-Fans nun ein unschönes Nachspiel haben. Nachdem sich in der Nacht von 21. auf 22. Mai angeblich 171 Rapid-Anhänger, die auf Überwachungsvideos zu sehen sein sollen, auf dem Wiener Westbahnhof mit Fans der Austria matchen wollten , ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen Landfriedensbruchs.
Wer wegen Landfriedensbruchs verurteilt wird, kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren belangt werden. Je nachdem, ob es beispielsweise zu Körperverletzung oder Sachbeschädigungen gekommen ist.
“Tumultartige Angriffe”
Die Presse am Sonntag zitiert Michaela Schnell, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien. Es müsse zunächst geklärt werden, “wer hängen bleibt.” Sprich: gegen wen nun tatsächlich Anklage erhoben wird. Sollte es tatsächlich alle 171 Fans treffen, würde sogar der Große Schwurgerichtssaal im Wiener Straflandesgericht zu klein werden.
“Im Zuge dieser tumultartigen Angriffe gegen die Exekutive wurden vier Angehörige der Wega sowie zwei Angehörige von Bezirksabteilungen am Körper verletzt”, heißt es in einem “Anlassbericht” aus dem Monat Juli über die Vorfälle am Westbahnhof.
Sachschaden: rund 6000 Euro
“Außerdem kam es zu mehreren Sachbeschädigungen im Bahnhofsbereich mit einem derzeit bekannten Sachschaden in der Gesamthöhe von mindestens 6000 Euro. Geschädigter ist die ÖBB.”
Die Auseinandersetzungen fanden in weiterer Folge in der Mariahilfer Straße sowie in der Gumpendorfer Straße ihre Fortsetzungen. Vier Personen wurden damals festgenommen. Ein 44-jähriger Rapid-Fan wurde zu einem Jahr Haft (sechs Wochen unbedingt) verurteilt.
Ultrà-Capo im Visier der Justiz – zu Recht?
Im Fokus der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft steht der Capo des Fanklubs Ultras Rapid. Sollte der 27-Jährige verurteilt werden, könnte eine alte, bedingte Haftstrafe in eine unbedingte verwandelt werden.
In der Presse sagt Rapids Klubservice-Leiter Andreas Marek: “Laut Polizeibestätigung war er in keinen Raufhandel involviert. Ich bin nicht am Bahnhof mit dabei gewesen. Aber alle unsere Informationen belegen, dass auch hier das Motto ‘Mitgehangen, mitgefangen’ zur Anwendung kommen soll. [...] Man muss auch wissen, wie viel Gutes, Wichtiges er für den Verein macht. Wir wissen das. [...] Und wir werden intensiv mithelfen, diese Sache ins richtige Licht zu rücken.”
Marek: “Setze mich für Bauernopfer ein”
Für Marek steht fest: nicht alle 171 Fans sind schuldig. “Wenn einer etwas angestellt hat, soll er die Konsequenzen tragen. [...] Und für die vielen Fans, die hier zum Bauernopfer wurden, für die setze ich mich ein. Denen vermittle ich zum Beispiel juristische Beratung.”
Wie viele Anhänger nun tatsächlich Rechtshilfe in Anspruch nehmen müssen, entscheiden die nächsten Wochen. Dann soll der polizeiliche Abschlussbericht fertiggestellt sein.
Posted by admin on 31 Okt 2009 | Tagged as: Allgemeines, Fans/Zuschauer, Informationen, Rapid Wien, Vereine
Die Liebe zu Rapid Wien entdeckte Jürgen Hartmann 1973 im zarten Bubenalter, damals, als der Gymnasiast von zwei Schulkollegen ausgerechnet zu einem Derby nach Hütteldorf verschleppt wurde und Rapid-Legende Hans Krankl in unnachahmlicher Manier dem FAK gleich vier Tore in den Kasten legte. Endstand 4:0. Die elektrisierende Stimmung rund um den Kult-Klub geißelte seine Gedanken, machte den Fußball zum Mittelpunkt und Rapid zur Religion seines Lebens. Auch wenn er die Floskel heute für abgedroschen hält, für den 48-jährigen Postbediensteten ist Rapid mehr als nur ein Verein: „Rapid ist wie eine große Familie, ein Klub zum Angreifen, der in Österreich fast eine Millionen Fans hat und im Ausland geschätzte 270.000 Fans mobilisiert. Nicht zuletzt wegen Andy Marek hat sich in den letzten zehn Jahren ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt, das in Europa einzigartig ist.“
433.000 Kilometer, 31 Länder
1696 Rapid-Spiele hat Hartmann bereits auf den Buckel und zählt damit zu den treuesten Rapid-Fans überhaupt. In einem Jahr wäre Hartmann sogar ein Fall für das Guiness Buch der Rekorde, denn dann hätte er 25 Jahre lang kein Pflichtspiel von Rapid verpasst. Das letzte versäumte Heimspiel datiert übrigens aus dem Jahre 1981 („damals war ich Verkäufer und musste arbeiten“), rund 433.000 Kilometer ist der gebürtige Niederösterreicher mit Rapid um die Welt gereist und hat 31 Länder besucht. Zuletzt war er in Tel Aviv bei Rapids 1:5-Pleite in der Europa League live dabei.
Die gute alte Zeit: Baric und die 1980er
Hartmann führt Buch über seine große Leidenschaft, sammelt seine Tickets und versieht sie mit Datum und Ergebnis. Die Spielresultate hat er im Kopf gespeichert, auch Rückblicke an schöne und weniger schöne Momente kosten ihm nur ein kurzes Stirnerunzeln: „Wunderschöne Zeiten waren Mitte der 1980er Jahre, als Rapid unter der Fuchtel von Trainer-Legende Otto Baric Meister und Cupsieger wurde und im Europacup bis in Finale vorgestoßen ist.“ Die Kehrseite der Medaille erlebte Hartmann Anfang der 1990er Jahre, als der Pleitegeier über St. Hanappi kreiste, der Verein bereits am Tropf hing, aber in letzter Minute vorm Crash gerettet werden konnte. „Das waren ganz üble Zeiten“, sinniert Hartmann in Erinnerungen, „da kamen maximal 3.000 Zuschauer ins Stadion, die Stimmung war am Nullpunkt. Ohne die Bank Austria hätte es Rapid damals nicht mehr gegeben.“
“Heute kommen Familien ins Stadion“
Rapid hat überlebt und setzte unter der Ägide von Ernst Dokupil Mitte der 1990er zu einem neuen Höhenflug an. Der Fußball hatte bis dahin eine markante Wandlung genommen. Heutzutage werde wesentlich schneller und athletischer gespielt, das Drumherum sei professioneller geworden und auch die Einstellung der Fans habe sich hin zum Support für die Mannschaft und weg von den Randalen entwickelt. „In den späten 1980er Jahren gab es schon die eine oder andere Gruppierung, die vorwiegend auf Randale aus war. Die sind in den letzten 15 Minuten ins Stadion gekommen und haben alles kurz und klein gehauen. Aber das hat sich Gott sei Dank geändert. Die Atmosphäre im Stadion ist heute einmalig, die Sicherheit ist da, die Leute fühlen sich wohl, ganze Familien kommen jetzt zu den Heimspielen von Rapid. So etwas wäre in Italien unvorstellbar. Nicht umsonst spielt Rapid regelmäßig vor vollen Tribünen. Selbst Partien gegen Nachzügler werden heute in einem ausverkauften Haus runtergespult.“
“Pacult leistet gute Arbeit, aber …“
Das in St.Hanappi nicht nur ausgewiesene Fußballexperten auf ihre Kosten kommen, unterstreicht auch Hartmann. „Der Fußball lebt von Persönlichkeiten, die mancherorts anecken. Peter Pacult leistet bei Rapid eine tolle Arbeit, aber er gilt als schwierig. Wenn der Erfolg einmal nicht mehr da ist, wird´s schwer, die eingeschworenen Rapid-Fans von einer weiteren Verpflichtung Pacults zu überzeugen.“
Hans Krankl
Hartmann hat viele Stars und „Sternchen“ erlebt, mit ihnen gefeiert oder geweint. Ob Savicevic das Genie, Kühbauer, der „Heißsporn“ oder Herzog, der „Edeltechniker“, sie alle haben Rapid ihren Stempel aufgedrückt, aber keiner kommt an Goleador Hans Krankl heran. Zweidrittel seiner 336 Tore für Rapid hat Jürgen Hartmann live miterlebt. Hartmann wird heute noch nervös, wenn der „Nachtfalke“ die Straße quert. „Krankl ist bis heute mein Idol geblieben. Der hat sich seinerzeit im Mittelfeld die Bälle geholt, hat zwei, drei Spieler aussteigen lassen und dann das Goal gemacht. Er war sicherlich der kompletteste Spieler seiner Zeit in Österreich. Rapid hat in den 70er Jahren eigentlich nur von ihm gelebt.“
“Niemals für die Austria“
Heute gilt der Verein als schuldenfrei und ist auch 100 Jahre nach seiner Gründung aus der alljährlichen Titelentscheidung nicht wegzudenken. Was sich Jürgen Hartmann für seine Rapid in Zukunft wünscht? „Einen europäischen Pokal zu gewinnen, das wär schon was. Zumindest sollten wir es schaffen, in der Europa League zu überwintern. Dann wären es nur mehr acht Spiele bis zum Finale und das wäre natürlich ein Traum.“ Dazwischen gibt es für Hofmann und Co. aber noch reichlich Bundesligakost. Am Samstag (14. Runde, 18.00 Uhr) empfängt der Rekordmeister die SV Ried und Hartmann geht von einem eindeutigen Sieg für seine Farben aus. „Da sollte eigentlich nichts passieren, wir haben ja gegen Austria Kärnten gesehen, wie schnell Rapid derzeit ein Match drehen kann.“ Apropos Austria. Die Gretchenfrage blieb auch Hartmann nicht erspart. Gesetzt dem Fall, die Wiener Austria schafft es in der EL bis ins Finale und Rapid wäre vorher ausgeschieden – wäre Hartmann auf der Seite des Erzrivalen? „Niemals, um Gottes Willen!“ Auch nicht im Sinne des österreichischen Fußballs? „Nein, ausgeschlossen. Es soll immer der Gegner gewinnen.“ Jürgen Hartmann, ein Mann der auf Prioritäten setzt. Zumindest in den Farben grün-weiß.
Quelle:sportlive.at
Posted by admin on 16 Sep 2009 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Fans/Zuschauer, Informationen, Rapid Wien, SV Mattersburg, Vereine
Bei Ausschreitungen nach einem Fußballmatch bewarf ein 17-Jähriger einen Polizisten mit einem Glas: Zwei Monate bedingt.
Rapid gegen Mattersburg: Das Match am 21. Mai dieses Jahres wird ein 17-Jähriger aus dem Bezirk Wien-Umgebung wohl nicht so schnell vergessen. Das Fußballspiel hat für ihn nun ein gerichtliches Nachspiel.
Mit Brettern und Flaschen zogen rund 30 jugendliche Fans nach dem Match durch die Straßen von Wien. Mit dabei war der Lehrling, maskiert mit einer Sturmhaube.
Als die Exekutive nach einem Großalarm wegen der randalierenden Fans einschreiten musste, warf der Lehrling mit einem Glas nach einem Polizisten, dieser stürzte in die Scherben und verletzte sich. Danach widersetzte sich der 17-Jährige der Festnahme und schlug wild um sich.
Vor Richter Dr. Peter Kotynski bereut der Lehrling. „Die Polizisten sind uns entgegengelaufen, mit Schlagstöcken. Da habe ich Angst bekommen“, sagt er, und: „Ich habe mich verleiten lassen. Es war das erste Mal, das ich bei soetwas dabei war.“
2107 Euro für den verletzten Polizisten
Für den bislang Unbescholtenen setzt es wegen schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zwei nicht rechtskräftige Monate auf Bewährung. Weiters gehen 2107 Euro Schmerzensgeld und Verdienstentgang an den verletzten Exekutivbeamten.